Die Internationale Gesellschaft für Thrombose und Hämostase (ISTH) hat eine neue Klassifikation zur Diagnose eingeführt. Danach gelten Menschen mit weniger als 50 % Restaktivität der Gerinnungsfaktoren VIII oder IX als Hämophilie-Betroffene – unabhängig vom Geschlecht.
Die Schwere der Erkrankung wird folgendermaßen eingeteilt:
- milde Hämophilie: Faktoraktivität > 5 % bis < 50 % Faktoraktivität
- moderate Hämophilie: 1 % bis 5 % Faktoraktivität
- schwere Hämophilie: < 1 % Faktoraktivität
Es wird außerdem berücksichtigt, ob die Erkrankung mit Symptomen (symptomatisch) oder ohne Symptome (asymptomatisch) auftritt.
Frauen werden demnach nicht mehr lediglich als Trägerinnen der Genmutation eingestuft, sondern zählen gemäß der neuen Kategorisierung ebenfalls als Menschen mit Hämophilie.
Durch diesen neuen Standard sollen alle Betroffenen – ob Frau oder Mann – früher erkannt und entsprechend behandelt werden können.4,5
Hinweis: Takeda berücksichtigt die Klassifikation der ISTH und schließt mit dem Begriff „Konduktorin“ weibliche Betroffene mit und ohne Symptome ein.