Themenübersicht
VEYVONDI® stoppte 100 % der Blutungen bei Kindern und Jugendlichen mit VWE.2
Eine klinische Studie2 untersuchte die Effektivität von VEYVONDI® in der Bedarfsbehandlung von pädiatrischen Patient:innen mit oder ohne zusätzlichen rekombinanten Faktor VIII.
Die Studie im Detail2
Methodik:
- Offene, nichtrandomisierte Phase-3-Studie über 12 Monate
- Patient:innen unter 18 Jahren mit VWE (VWF:RCo < 20 %)
- Bedarfsorientierte Behandlung mit rVWF mit oder ohne rFVIII
Kohorte:
- 25 Kinder und Jugendliche mit diagnostizierter VWE
- 5 Patient:innen (20 %) Typ 1
- 9 Patient:innen (36 %) Typ 2
- 11 Patient:innen (44 %) Typ 3
- Durchschnittsalter 10,2 (1−17) Jahre, 60 % weiblich
Ergebnisse:
- Bei 18 der 25 Teilnehmer:innen traten 104 Blutungsereignisse auf, die mit rVWF behandelt wurden.
- Die mittlere Dosierung pro Injektion lag bei 48,4 (± 8,1) I.E./kg Körpergewicht.
- Ein Behandlungserfolg wurde bei allen Blutungen erreicht.
- 82 % der Blutungen (80/98) wurden mit lediglich einer VEYVONDI®-Infusion gestillt.
- 73 % der Ereignisse (70/98) wurden ohne zusätzliche Gabe von rFVIII behandelt.
- Die hämostatische Effektivität wurde zu 99 % als exzellent beurteilt (97/98 dokumentierte Bewertungen). In einem Fall wurde die Wirkung mit „gut” bewertet.
- Es gab keine Studienabbrüche aufgrund von unerwünschten Ereignissen (UE).
- Es wurden keine neuen Sicherheitssignale identifiziert.
- Die Phase-IIIb-Verlängerungsstudie über 3 Jahre (16 Teilnehmer:innen) bestätigte die Wirksamkeit und Sicherheit von VEYVONDI®.
VEYVONDI® bei Von-Willebrand-Erkrankung#,1
bei Kindern und Jugendlichen von 0 bis unter 18 Jahren
On-Demand
bei Erwachsenen ab 18 Jahren
On-Demand
Perioperativ
Zur Prophylaxe
# wenn die alleinige Behandlung mit Desmopressin (DDAVP) unwirksam oder kontraindiziert ist. VEYVONDI® darf nicht zur Behandlung von Hämophilie A angewendet werden.
C-APROM/DE/Vey/0131
Akürzungen
VWF = Von-Willebrand-Faktor; FVIII = Gerinnungsfaktor VIII; rFVIII = rekombinanter Gerinnungsfaktor VIII; rVWF = rekombinanter Von-Willebrand-Faktor; VWF: RCo = Von-Willebrand-Ristocetin-Cofaktor.
Referenzen
1. Fachinformation Veyvondi, aktueller Stand.
2. Bergmann S et al. Res Pract Thromb Haemost 2026; 10(5): 106817.
Fachinformation
VEYVONDI 650 I.E. /-1300 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Wirkstoff: Vonicog alfa
Zusammensetzung: Jede Durchstechflasche mit Pulver enthält nominal 650 bzw. 1300 internationale Einheiten (I.E.) Vonicog alfa. Nach Rekonstitution mit 5 ml bzw. 10 ml Lösungsmittel enthält VEYVONDI ca. 130 I.E./ml Vonicog alfa. Sonstige Bestandteile: Pulver Natriumcitrat, Glycin, Trehalosedihydrat, Mannitol, Polysorbat 80; Lösungsmittel Wasser für Injektionszwecke.
Anwendungsgebiete: Vorbeugung und Behandlung von Blutungen oder Blutungen bei Operationen bei Erwachsenen (ab 18 Jahren) mit Von-Willebrand-Erkrankung (VWE), wenn die alleinige Behandlung mit Desmopressin (DDAVP) unwirksam oder kontraindiziert ist. Behandlung von Blutungen bei Kindern (unter 18 Jahren) mit Von-Willebrand-Erkrankung (VWE), wenn die alleinige Behandlung mit Desmopressin (DDAVP) unwirksam oder kontraindiziert ist. Veyvondi darf nicht zur Behandlung von Hämophilie A angewendet werden.
Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der oben genannten sonstigen Bestandteile; bekannte allergische Reaktion gegen Maus- oder Hamsterproteine.
Nebenwirkungen: Sehr häufig: Kopfschmerzen; Häufig: Schwindelgefühl, Vertigo, Hypertonie, Erbrechen, Übelkeit, Pruritus generalisiert, ; Gelegentlich: Geschmacksstörung, Tremor, Tachykardie, tiefe Venenthrombose, Hitzewallung, Brustkorbbeschwerden, Parästhesie an der Infusionsstelle, Umkehr der T-Welle im Elektrokardiogramm, Herzfrequenz erhöht; Nicht bekannt: Anaphylaktische Reaktion*, Infusionsbedingte Reaktionen (einschließlich Tachykardie, Hitzewallungen, Ausschlag, Dyspnoe, verschwommenes Sehen)*; Bildung von neutralisierenden Inhibitoren gegen VWF; Überempfindlichkeits- oder schwerwiegende allergische Reaktionen (einschließlich Angioödem, Brennen und Stechen an der Infusionsstelle, Schüttelfrost, Hitzegefühl, Rhinokonjunktivitis, generalisierte Urtikaria, Kopfschmerzen, Quaddeln, Hypotonie, Lethargie, Übelkeit, Unruhe, Tachykardie, Engegefühl in der Brust, Kribbeln, Erbrechen, Giemen), die in manchen Fällen zur Anaphylaxie (einschließlich Schock) führen können. *Im Rahmen der Anwendungsbeobachtung nach dem Inverkehrbringen identifizierte Nebenwirkungen.
Verschreibungspflichtig
Baxalta Innovations GmbH, Österreich
Stand der Information: Dezember 2025